Teil der Schöpfung

Schöpfung Umwelt

Es ist wichtig, die biblischen Texte in ihrem Zusammenhang zu lesen, […] dass sie uns einladen, den Garten der Welt zu »bebauen« und zu »hüten« (vgl. Gen 2,15). Während »bebauen« kultivieren, pflügen oder bewirtschaften bedeutet, ist mit »hüten« schützen, beaufsichtigen, bewahren, erhalten, bewachen gemeint. Das schließt eine Beziehung verantwortlicher Wechselseitigkeit zwischen dem Menschen und der Natur ein.
— Papst Franziskus (2015), Enzyklika Laudato si

Über viele Jahrhunderte dominierte gerade in christlichen Kulturen die Maxime: Macht Euch die Erde untertan (Gen 1,28 bzw. 1 Mose 28). In der Enzyklika Laudato si' versucht Papst Franziskus eindringlich, die sogenannte „Herrschaftsformel” des Menschen über die Schöpfung auf den Kern christlichen Denkens der Verantwortung für die Schöpfung zurückzubinden. Angesichts von Raubbau, Umweltzerstörung und Klimakrise ist das längst überfällig gewesen.

Dennoch, aus dem Alltag sind die überholten Muster nur schwer wegzubekommen. Der rücksichtslose Nutzbrauch von Natur und Tieren ist für viele selbstverständlich, begründet dieser häufig ihren Wohlstand. Dazu kommt Gedankenlosigkeit.

Es kommt ebenso darauf an, die Verantwortung für die Schöpfung im Lokalen zu leben und zu zeigen. Es genügt nicht, von anderen zu erwarten, dass sie Umwelt und Klima retten, selbst aber bei gewohntem Verhalten und Denken zu bleiben.

Der Blick auf die Kohlbauerkapelle mag das wie im Brennglas anschaulich machen. Beobachten Sie, wie mit diesem kleinen Stück Natur und der Kapelle umgegangen wird, wer was zu verantworten hat. Dieses Blog wird für einige Zeit die Geschichte dieses Kleinods begleiten und immer wieder die Frage stellen: Wissen die Zuständigen um ihre Verantwortung für dieses sehr, sehr kleine Stück Natur?

Papst Franziskus schreibt in laudato si:

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