L ebensbereich vor Produktionsbereich in der Gesellschaft
I mmaterielle Faktoren vor materiellen Faktoren in der Wirtschaft
L angfristigkeit und Ganzheitlichkeit in den Werten und Zielen
A lternative Sanftheit im Umgang mit der Welt
Ich hatte den Zukunftsforscher und Pionier der Systemanalyse Ende der 70er Jahre kennengelernt. Er hat mich nachhaltig beeindruckt. Auch wenn es nur eine Vorlesung war zu Beginn meines Studiums und wir uns später nicht wieder begegneten, beschäftigen mich seine Anliegen immer noch.
Millendorfer, ein anerkannter Zukunftsforscher und Pionier der Systemanalyse, formulierte dies am Höhepunkt seiner wissenschaftlichen Karriere, quasi als Summe und Verdichtung dessen, was ihm in seinen Forschungsarbeiten klar geworden war.
Er war in die Forschung rund um die Veröffentlichung zum Bericht "Die Grenzen des Wachstums" des Club of Rome 1972 involviert. Von da an versuchte er Modelle zu entwickeln und diese kritisch zu prüfen, die zu einer Verlangsamung der prognostizierten Entwicklungen führen könnten. Es entstanden Reihen komplexer Rechenmodelle.
Millendorfer war überzeugt, dass der Lösungsweg letztlich klaren und einfachen Prinzipien folgen müsste. 1968 hatten Watson und Crick ihre Forschungsergebnisse zur Doppelhelix veröffentlicht. In ihren Forschungsarbeiten folgten sie ebenfalls den Prinzipen von Einfachheit und Schönheit als Indizien für die Richtigkeit eingeschlagener Lösungswege. Das wurde damals viel diskutiert und es mag sein, dass Millendorfer zur Vorstellung angeregt wurde, dass Modelle zur Lösung der Herausforderung und Abwendung der Szenarien des Berichts von 1972 ebenfalls einfach und klar sein müssten — wobei einfach alles anderes als simpel meint. Er suchte nach einem Hebel, der die prognostizierte Entwicklung abwenden könnte.
Jedenfalls schienen die im Anagramm LILA zusammengefassten Prinzipien für Millendofer ein auch systemtheoretisch tragbares Modell dafür zu bieten, den Menschen und ihrer Welt Zukunft weiter offen halten zu können.
Konkret versuchte ich, diese Prinzipien in meinem Unternehmen zu leben, auch in meinem privaten Leben.
© 2026 von Dr. Conrad Lienhardt
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