In einer E-Mail schrieb ich zunächst „Erklärungen”, um einen Sachverhalt zu kommentieren. Beim Durchlesen hatte dieses „Erklärungen” einen unangenehmen Beigeschmack, als müsste ich jemanden etwas erklären. Ich entschied mich, stattdessen „Erläuterungen” zu schreiben, was eher zu entsprechen schien. Ich schickte die E-Mail ab. Da ich mir selbst in BCC immer Kopien meiner E-Mails zuschicke, fiel mir auf, dass ich weder „Erklärungen” noch „Erläuterungen” geschrieben hatte, sondern „Erkläuterungen”. Und ich muss sagen, dass mir diese Verballhornung ausnehmend gut gefällt. Ich habe sie in meinen (privaten) Wortschatz übernommen. Manchmal findet das Unterbewusstsein sehr kreative und überraschende Kompromisse.
© 2026 von Dr. Conrad Lienhardt
Wir verwenden Cookies. Mehr erfahren
Einige technisch notwendige Cookies sind für den Betrieb der Seite unerlässlich. Wenn Sie alle Cookies ablehnen, können wir Ihnen die Seite nicht korrekt anzeigen.
Möchten Sie stattdessen zu Google navigieren?