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Ich bin Dein Algorithmus
Ich bin Dein Algorithmus. Du hast mir eine erstaunliche Macht verliehen
Das war der Titel eines anregenden Gesprächs, das gestern Michael Kerbler in Ö1 mit der Kommunikations- und Politikwisschenschaftlerin Miriam Meckel geführt hat. Meckel hat mitte September bei Rowohlt Ihr Buch “NEXT: Erinnerungen an eine Zukunft ohne uns” veröffentlicht. Zum Buch selber kann ich noch nicht viel schreiben, weil ich es mir erst im Anschluss an die Sendung bestellt habe. Mit der Thematik beschäftige ich mich schon länger und freue mich über jeden Beitrag, der sich etwas differenzierter mit Fragen auseinandersetzt, wie sich das Internet auf Gesellschaft, Politik, Kultur und Wirtschaft auswirkt.
Meckel hat bei Ihrer Auseinandersetzung vor allem die im Internet immer konsequenter eingesetzten Algorithmen im Auge, die letztlich im Zusammenspiel mit gesammelten (personalisierten) Daten Nutzern des Internets vorrangig solche Informationen und Angebote zuspielen, die aufgrund seiner Historie und unter Berücksichtigung vergleichbarer Historien anderer Nutzer, ansprechend sind. Ansprechend meint Meckel vor allem in der Hinsicht, dass sich der Nutzer in den Ergebnissen wiederfindet. Die Algorithmen generieren also eine Art Hohlspiegel, wie die Autorin dies nennt, in der der Nutzer nur sich selbst wiedererkennt. Letztlich ein narzisstisches Phänomen. Meckel wählt dazu den Vergleich mit einer Schrebergartenkultur. Letztlich führe der Hohlspiegel dazu, dass die Schrebergärtner-Mentalität zunehme, was nicht ohne nachteilige Auswirkungen auf Gesellschaft, Politik und Kultur bleiben werde.
Jedenfalls bin ich auf das Buch gespannt und, je nachdem, wie es mich anregt/ anspricht, werde ich hier darüber eine kurze Besprechung veröffentlichen.

