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Twitter machts seinen Kunden nicht wirklich leicht
Twitter lag mir von Anfang an: ein sehr effektiver Kommunikationskanal, einfach zu handhaben, vielfältig zu integrieren und bei gezieltem Einsatz sehr effektiv. Mittlerweile scheint Twittern Inc. vieles zu unternehmen, um Nutzern das Leben schwer zu machen. Viele Änderungen haben sich nachteilig auf die Nutzung, Integration und Effizienz ausgewirkt. War Twitter anfänglich so offen, dass binnen Kurzem eine schnell wachsende, große Zahl Drittanbieter Twitter-Dienstleistungen anboten und damit selbst zur rasanten Verbreitung beitrugen, wird seit gut zwei Jahren die Geschäftspolitik immer restriktiver.
Ich kann gut nachvollziehen, dass Twitter Inc. krampfhaft nach einem geeigneten Erlösmodell sucht und deshalb beispielsweise die Twitterer „nötigen” möchte, den Dienst über twitter.com oder Partnerseiten zu nutzen. Das wird allerdings nicht gelingen. Es wird nur dazu führen, dass die Frustrationstoleranz selbst überzeugter Nutzer auf eine harte Probe gestellt wird.
Um ein Beispiel zu geben: Bisher war es einfach, über die erweiterete Twitter Suche RSS Streams zusammenzustellen und die RSS weiter zu verarbeiten. Seit einigen Monaten hat Twitter das deutlich erschwert. Mittlerweile ist das aufwändig geworden. Damit hat Twitter deutlich an Effizienz verloren. Piers Dillon Scoot hat in “Twitter removes all search RSS links from its site, now users must resort to hacks to get feeds” einige Tipps gegeben, wie man doch noch zu den gesuchten RSS Feeds kommt. Differenzierte Suchstrings mit Standort bezogenen Filtern können, wie man sieht, zu aufwändigen Workarounds führen.
Offenbar verlieren die Betreiber und Investoren von Twitter Inc. Ihre Kunden aus den Augen. Da hakt es aber schon. Wer sind eigentlich die Kunden dieses Mikroblogging Dienstes? Für mich gibt es keinen Zweifel, dass auch die Nutzer von Twitter Kunden des Dienstes sind - in einer entgeltlosen Geschäftsbeziehung. Sie sollten auf der suche nach zahlenden Kunden, die den wirtschaftlichen Erfolg tragen sollen, nicht vernachlässigt oder gar verprellt werden.


