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Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen - Information Overload
Peter Kruse warnt davor, “die Strategien von gestern auf die Medien von Morgen zu übertragen. […] Alte Strategie meint das Einzelfaktum in sich in seiner Wertigkeit zu überprüfen. Wenn ich das in einem Realtime Strom tue, der in Kontext befreiten Teilen auf mich einströmt, wenn ich also nicht in der Lage bin, meinen Parity Check über die Musterbildung zu machen, sondern mich weiterhin am einzelnen Bildpunkt orientiere, dann ist das ungefähr so, als ob ich beim Fernsehgucken das Bild dadurch erkennen will, dass ich mir die einzelnen Graustufen angucke. Dann bin ich irgendwann fertig. Das funktioniert nicht. Ich muss Musterbildung zulassen. Aus der Musterbildung entsteht Wahrheit. Ein Muster entsteht nämlich niemals zufällig.” (Peter Kruse in “ZDF-nachtstudio” vom 12.04.2010, 00:30)
Die Fähigkeit zur Mustererkennung beschrieb Kruse in dieser Sendung mit “Intuition".
Ob aus Mustererkennung “Wahrheit” entsteht, wage ich zu bezweifeln, ebenso, dass Mustererkennung eine rein intuitive Fähigkeit darstellen soll. Andererseits teile ich die Ansicht, dass Mustererkennung eine Möglichkeit bietet, auf den Information Overflow angemessen zu reagieren. Dennoch; Mustererkennung ist eine komplexe Angelegenheit, die sich einem naiven Zugriff entzieht, eine Fähigkeit oder Kompetenz, die erworben werden will.
NS: Hier finden Sie einen Vortrag von Peter Kruse anlässlich der re:publica 2010 “What’s next. Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren.“
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